Leiser Computer

Einleitung

 

Die Frage, die man sich stellen sollte: Kann man nachts schlafen, wenn man seinen PC eingeschaltet hat?

 

Es wird nun verschiedene Gruppen geben:

*Dem Einen ist es egal, wie laut der Computer ist

*Der Andere empfindet seinen Computer als störend und möchte Abhilfe schaffen

*Andere haben Glück und ihr PC ist wirklich leise.

 

Jedoch: Ist er wirklich leise?

Und ist der PC Innen nicht ein Backofen, in dem die Luft nicht zirkulieren kann?

 

Alternative Kühlmethoden, wie Wasserkühlung, KryoKühlung (Kompressor-Kühlung wie im Kühlschrank) oder Öl-Bäder sind in den meisten Fällen aufwändig zu installieren und selten billig. Bei Kompressor-Kühlung und Wasserkühlung kann man sehr gut Grafikkarte oder Prozessor kühlen. Man vergisst aber oft, dass elektrische Geräte wie Festplatten, Mainboard oder Netzteil auch Wärme abgeben! Somit endet man dann schnell den nun leisen PC mit weiteren Lüftern zur Kühlung auszurüsten.

 

Auch ist es für den normalen Nutzer aufwändig eine Wasserkühlung zu installieren. Einen besseren Prozessor-Kühler oder leiseres Netzteil kann man in Computer-Geschäft schnell einbauen lassen.

 

Schematischer Aufbau eines typischen Computers

 

 

Optimal ausgestattete Computer sollten gleichzeitig geräuscharm sein, aber eine gute Möglichkeit bieten, die Wärme abzuführen.

 

In der schematischen Darstellung erkennt man die Hauptpunkte, die Wärme verursachen: Netzteil, Prozessor, Grafikkarte, evtl. noch das Mainboard oder Erweiterungskarten.

 

Zusätzlich verursachen optische Laufwerke und Festplatten zusammen mit Hilfslüftern weitere Geräusche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lärmverursacher in einem Computer

 

 

 

            Festplatte

 

Eines der Hauptbestandteile moderner PCs sind grosse und schnelle Festplatten. Klack-Geräusche resultieren aus den Bewegungen des Lesekopfes im Inneren der Festplatte und deren Mechanik.

Man kann zwar entgegenhalten, dass man seine Festplatte hört, wenn sie arbeitet. Jedoch ist es nicht zwingend nötig, diesen Lärm zu ertragen.

 

Das zweite Hauptgeräusch macht die Festplatte durch die Rotation der einzelnen Scheiben und der Laufwerksmechanik. Das kann von nicht hörbar, bis zu einem lauten Pfeiffen tendieren.

 

 

Optische Laufwerke

 

Gemeint sind CD, wie DVD Laufwerke und Brenner.

 

Hier entstehen durch die Rotation der eingesetzten Medien Schwingungen, die man durch das Hören stark wahrnehmen kann. Zusätzlich kann wie bei einer Festplatte das Metall des Gehäuses mitvibrieren und eine weitere Lärmquelle sein.

 

 

Netzteil

 

Zur Spannungsversorgung im PC unerlässlich. Es erzeugt bei der Transformierung Abwärme, die abtransportiert werden soll.

Hauptschwachpunkt hier sind die verwendeten Lüfter. Gute Netzteile besitzen manuell oder durch die Temperatur im Gehäuse gesteuerte Lüfter.

 

 

 

Mainboard

 

Bei älteren PCs war es noch undenkbar, was heute schon fast üblich ist:

Die Hauptplatine ist nicht nur mit einem passiven Kühler ausgestattet, sondern auch mit kleinen Hilfslüftern. Diese müssen, um einen nötigen Luftstrom zur Kühlung zu erreichen, schnell drehen und erzeugen somit unnötig Lärm.

 

 

 

Grafikkarte

 

Heutige Grafikkarten haben eine so hohe Abwärme des verwendeten grafischen Prozessors, dass diese effizient gekühlt werden muss. Leider geschieht dies häufg mit ordentlichen passiven Kühlern, aber leider nur mit kleinen, schnelldrehenden Lüftern. Besser wären hier größere Lüfter, die bauartbedingt einen größeren Luftstrom erzeugen, besser kühlen und auch langsamer laufen können. Somit sind sie auch leiser.

 

 

CPU, Prozessor

 

Hier hat man das gleiche Problem, wie mit der Grafikkarte: Hitze muss abgeführt werden. Aktuelle Pentium 4 mit 3 Ghz haben eine Abwärme von 90 Watt. Man muss sich also mal vorstellen, man wollte eine Glühbirne mit einem Stück Metall und einem Propeller auf ca. 50 Grad kühlen!

 

 

Hilfslüfter

 

Werden eingesetzt um den PC, sowie deren Bauteile zu kühlen und um einen Wärmestau zu verhindern.

 

Hitze im Computer lässt Festplatten, elektronische Bauteile, etc. im PC sehr schnell altern. Dadurch leidet natürlich die Zuverlässigkeit: Der PC kann schneller kaputt gehen.

Hilfslüfter gibt es für das Gehäuse, für Festplatten, für optische Laufwerke, für Grafikkarten.

 

Wichtig ist die Anbringung der Gehäuselüfter: Vorne sollt ein Lüfter kühle Luft reinblasen. Wenn eine Festplatte hinter den Front-Lüfter montiert ist, hat man gleich zwei Effekte: Man kühlt zusätzlich die Festplatte und man erspart sich ein spezieller Lüfter für dieses Laufwerk.

 

Hinten hat man einmal das Netzteil. Da dieses jedoch zuerst seine eigene Abwärme abtransportieren muss, empfiehlt sich ein weiter unten angebrachter Zusatzlüfter.

 

 

Wie man Ruhe schaft

 

 

Festplatte

 

Software-seitig: Es gibt kleine Programme, mit denen man den Geräuschpegel der Festplatte einstellen kann. Was damit passiert ist: Die Leseköpfe werden sanfter angefahren.

Nutzen ist sehr hoch! Man kann dieses Klick-Klack-Geräusch bei aktuellen Geräten fast eliminieren.

 

Hardware-mässig: Es gibt Einbauhilfen, die die Festplatten entkoppeln. Das sind entweder Gummi-Stöpsel, die anstelle von Schrauben benutzt werden. Auch gibt es Gummi-Bänder, in die die Platten eingehängt werden können.

 

Dann gibt es noch Kombinationen: Das sind komplette Gehäuse, in die Festplatten eingebaut werden. Sie dämmen, führen Wärme ab und verhindern das Übertragen von Vibrationen. Nachteil: Sie kostenn etwa 40 bis 80 Euro.

 

 

Optische Laufwerke

 

Es gibt Software-seitig Programm wie CDBREMSE oder Nero DriveSpeed. Mit diesen kann man die Umdrehungsgeschwindigkeit fest einstellen.

Nachteil: Je geringer die Geschwindigkeit, desto geringer ist auch die Leistung des Laufwerkes, aber auch leiser.

 

 

Netzteile

 

Wie man aus dem schematischen Aufbau des PCs erkennen kann, dient ein Netzteil auch dazu, warme Luft aus dem PC zu befördern.

 

Dazu werden Bauformen mit einem, oder zwei Lüftern benutzt.Der eine Lüfter sitzt an der Rückseite des Gehäuses, der zweite Lüfter befindet sich im Boden und saugt warme Luft an, die nach hinten rausgeblasen wird.

 

Beachten sollte man, dass das Netzteil entweder per Hand regelbar ist: Es gibt dazu Stellschrauben, mit der die Lüfterdrehzahl angepasst werden kann.

 

Auch gibt es temperatur-gesteuerte Netzteile, die bei einer gewissen Gehäusetemperatur die Lüfter schneller oder langsamer drehen lassen.

 

Der Markt bietet auch passive Netzteile an: Durch die verwendeten grossen Kühlkörper sind sie lautlos, können aber auch keine warme Luft nach Aussen befördern. Sie kühlen also nur sich selbst und nicht den ganzen PC. Dies sollte man bedenken, damit im PC kein Hitzestau stattfindet.

 

Diese Vor- und Nachteile erkauft man sich zusätzlich mit einem hohen Preis von bis zu 200 Euro. Man sollte bedenken, dass ein geregeltes Netzteil eines guten Herstellers etwa 50 Euro kostet!

 

 

Mainboard

 

Es gibt auf dem Markt erhältiche Passiv-Kühler, die grösser sind, als die auf dem Mainboard verbauten. Diese ersetzen dann den vom Hersteller eingebauten kleinen passiven Kühlkörper mit Lüfter. Trotzem sollte man gelegentlich per Fingertest nachprüfen, ob der Kühler nicht zu heiss wird.

 

Dazu legt man den Finger an den Kühler dran: Ist es heiss, benötigt man eine bessere Kühlung.

 

 

 

Grafikkarte

 

Es gibt hier sehr gut arbeitende passive Lösungen im Preis bei ca 25 Euro. Lautlos.

 

Verwendet man einen seitlichen Lüfter, können auch aktuelle Hochleistungsgrafikkarten gekühlt werden.

 

Es ist jedoch auch möglich, den vorhandenen Lüfter gegen einen Grösseren auszutauschen. Der Handel bietet auch Widerstände in verschiedenen Stärken an, mit denen man Lüfter runterregeln kann. Sie bekommen eine geringere Spannung , drehen langsamer und sind somit leiser.

 

 

CPU, Prozessor

 

 

Wichtig ist ein grosser Kühlkörper. So gross, dass 80mm Lüfter augenommen werden können. Diese biete ein gutes Verhältnis aus Leistung,Preis, Lautstärke.

 

Kühler mit Kupferplatte oder Vollkupferkühler besitzen eine bessere Wärmeaufnahme und sollten daher eher verwendet werden.

 

Um eine Beschädigung des Mainboards zu verhindern, sollte der Kühler auch nicht schwerer als 300 g sein, oder entfernt werden, wenn der PC transportiert wird.

 

Der 80mm Lüfter ist temperatur-geregelt , oder per Hand justierbar.

 

 

Hilfslüfter

 

Zusätzliche Hilfslüfter, die man vorne und hinten am PC nutzen sollte, können über eine Lüftersteuerung geregelt werden. Meistens sind sogar 4 Anschlüsse vorhanden, sodass auch der Prozessor-Lüfter mit angeschlossen werden kann.

Per Drehregler kann nun die Drehgeschwindigkeit und die Lautstärke eingestellt werden.

 

 

 

Dämmung und Gehäuse

 

 

Dämmung

 

Um ein Gehäuse zusätzlich leiser zu bekommen, empfehlen sich doppelte Dämmmatten. Diese haben einmal eine Bitumen-Schicht. Diese Schicht verhindert, dass Blech durch Festplatten oder Lüfter oder auch CD-ROMs vibriert.

Die andere Schicht besteht aus Noppenschaumstoff und schluckt hochfrequenten Schall von Lüftern oder auch Festplatten.

 

Es gibt diese Matten in der Dicke von 5 bis 50 mm.

 

Ein Set, mit dem man fast den ganzen PC auskleiden kann, kann zwischen 30 und 40 Euro kosten.

 

Eine Dämmung sollte man jedoch erst dann nutzen, wenn vorher allle „Krachmacher“ beseitigt worden sind. Sie kann helfen einen PC fast lautlos zu bekommen, aber lärmende Lüfter kann sie nicht verhindern.

 

 

 

 

 

 

Schlußwort

 

 

Was brauch ich also für einen leisen PC?

 

  • Gut verarbeites Gehäuse, mit Platz zur Kühlung
  • Dämmmatten
  • Leise, regelbare oder temperaturgeregelte Lüfter gegen den Hitzestau im Gehäuse
  • Grosser Prozessor-Kühler mit leisem regelbaren Lüfter
  • Grafikkarte passiv oder passiv+Lüfter betreiben, Lüfter austauschen, oder Lüfter austauschen und Widerstand nehmen
  • Mainboard: Kann man passiv kühlen
  • Netzteil auf Qualität achten, sowie Temperatur-geregelt oder regelbar
  • Optische Laufwerke lassen sich software-mässig regeln
  • Festplatten: Lassen sich auch software-mässig regeln

 

 

Wenn man das alles beachtet, kann man nachts ungestört durchschlafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leiser Computer
Die Frage!
Leiser Computer
Einleitung
Thermischer Aufbau eines Computers
Was im PC alles Krach macht und wie man den PC leiser bekommt
Festplatte
Optische Laufwerke
Netzteil
Mainboard
CPU
Grafikkarte
Gehäuse und Hilfslüfter
Beispiel an meinem PC
Schlussworte ..
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Thermische Aufbau eines Computers
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Krachmacher – Festplatte
Leiser Computer
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Leiser Computer
Krachmacher – Optische Laufwerke
Leiser Computer
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Leiser Computer
Krachmacher – Mainboard
Leiser Computer
Krachmacher – CPU Lüfter
Leiser Computer
Grafik-Karte
Leiser Computer
Krachmacher oder Hilfestellung – Computer-Gehäuse
Leiser Computer
Meine Kiste
Leiser Computer
Schlusswort!
Leiser Computer
Bonus